Chemie

Bei uns stimmt die Chemie

Ohne die Produkte der chemischen Industrie müsste man im Leben auf vieles verzichten. Viele Krankheiten könnten ohne chemisch hergestellte Medikamente nicht geheilt werden. Ein Verzicht auf Kunstdünger würde zu geringeren Ernteerträgen in der Landwirtschaft führen. Es gäbe beispielsweise keine Textilien und unsere Fahrzeuge müssten ohne Kraftstoffe auskommen.

Auch auf die lieb gewonnenen Annehmlichkeiten wie den Fernseher, das Smartphone oder die Waschmaschine müsste man verzichten. Unser gewohntes Alltagsleben wäre ohne Kunststoffprodukte kaum vorstellbar. Ohne Kalk, Zement und ähnliche Produkte der Bauindustrie gäbe es keine Häuser in unserer gewohnten Form.

Die Chemie beschränkt sich jedoch nicht auf die Industrie. Denn das Leben selbst hat chemische Grundlagen: Bei der Fülle von Substanzen im Körper und der Vielfalt der hier ablaufenden chemischen Prozesse kann man alle Lebewesen als »Chemiefabriken« bezeichnen, gleich ob Bakterien, Pflanzen oder Tiere. Kein Leben also ohne Chemie.

Aufgaben und Ziele des Faches

Dem Chemieunterricht fällt die Aufgabe zu, die materiale Umwelt zu erschließen. Er trägt mit dazu bei, die Vorgänge in der Natur zu verstehen. Allein der Umgang mit stofflichen und energetischen Ressourcen führt zu immer tiefgreifenderen Veränderungen in der Natur.

Die Chemie hat ein Theoriengebäude entwickelt, das als wissenschaftliche Grundlage natürlicher und menschlich beeinflusster Stoffumwandlungen gilt. Um darüber Einsichten zu erhalten, ihren Ablauf vorauszusagen oder zu beeinflussen, sind chemische Kenntnisse und Erkenntnisse unabdingbar.

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Chemieunterrichtes liegt in der Vermittlung wissenschaftlicher Arbeitsmethoden und der vertiefenden Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Konzepten und Verfahren. Dabei steht das Experiment grundsätzlich im Mittelpunkt des Chemieunterrichts

Die Rolle der Lehrenden besteht dabei primär im Initiieren vielfältiger Lernprozesse. Dabei erlernen die Schüler*innen nicht nur fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten, sondern sie gewinnen auch Einsichten in fachtypische Erkenntnisweisen und Methoden.

Mittelstufe

Der Unterricht im Fach Chemie beginnt in der Jahrgangsstufe 8 und wird bis einschließlich zur Jahrgangsstufe 10 durchgängig mit zwei Wochenstunden erteilt.

Im Anfangsunterricht erforschen die Schüler*innen die Welt der Stoffe und lernen die ersten chemischen Reaktionen kennen. Schwerpunkt ist hierbei das Schülerexperiment. Fertigkeiten wie das Aufbauen von Versuchen, Beobachten, Beschreiben und Interpretieren von Phänomenen werden geübt und vertieft.

Zunehmend werden die Lernenden in den Gebrauch der chemischen Fach- und Formelsprache eingeführt. Darauf folgen vertiefende Kenntnisse des Atombaus, mit deren Hilfe dann Phänomene aus Natur, Alltag und Labor erklärt werden können.

Oberstufe

In der Einführungsphase (E-Phase) der gymnasialen Oberstufe wird das Fach Chemie zweistündig unterrichtet. Hier werden die in der Mittelstufe erworbenen Kenntnisse dann weiter ausgebaut, um kompliziertere Aspekte des Alltags erklären zu können. Dabei werden auch die Zusammenhänge zu den anderen naturwissenschaftlichen Disziplinen immer deutlicher.

Besonders interessierte Schüler*innen haben dann die Möglichkeit, dieser Neigung in einem Leistungskurs in der Qualifikationsphase nachzugehen. In den beiden Schuljahren der Qualifikationsphase findet der Chemie-Leistungskurs fünfstündig und der Chemie-Grundkurs dreistündig statt.

Die Fachschaft Chemie:

Für die Anleitung zum kreativen Umgang mit Chemie sorgen in einer wertschätzenden Atmosphäre folgende Lehrkräfte:

  • Barbara Landwehr
  • Dr. Monika Detmer
  • Robin Schlereth
  • Jochen Dietz
  • Sebastian Anseon

Allgemeine Verweise

Chemie interaktiv

Stand: 06.10.2021