Konzentrierte Stille, schnelle Wortwechsel und immer wieder zustimmendes Nicken im Publikum: Am 10. März wurde das Friedrich-Ebert-Gymnasium in Mühlheim zur Bühne für engagierte Debatten. Von 14 bis 17.30 Uhr fand am FEG erstmals eine Landesqualifikation des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ statt. Rund 100 Gäste, darunter 32 Schülerinnen und Schüler aus zahlreichen Schulen Südhessens, kamen zusammen, um über gesellschaftlich bedeutsame Fragen zu streiten.
In zwei Altersgruppen traten die Teilnehmenden in jeweils zwei Qualifikationsdebatten an. Diskutiert wurden Themen, die viele unmittelbar betreffen: Sollen Schülerinnen und Schüler zu Beginn des Schultages ihr Smartphone abgeben müssen? Soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr Randsportereignisse übertragen? Soll der Besuch eines Kindergartens für Kinder ab drei Jahren verpflichtend sein? Oder sollen arbeitende Strafgefangene den gesetzlichen Mindestlohn erhalten?
Im 1er-Gebäude herrschte dabei eine ebenso gespannte wie lebendige Atmosphäre. In den Räumen wurde aufmerksam argumentiert und nachgehakt, vor den Türen ging die Diskussion oft weiter: Zuschauerinnen und Zuschauer griffen die gehörten Argumente auf und setzten sie in eigenen Gesprächen fort.
Besonders erfreulich aus Sicht des FEG: Mit Nils H. (10b) nahm erstmals ein Schüler der Schule selbst an einer Landesqualifikation teil – und erreichte auf Anhieb einen starken siebten Platz. Die punktbesten Debattierenden qualifizieren sich für das Landesfinale am 26. März im Hessischen Landtag in Wiesbaden.
Dass die Premiere am FEG so gelungen verlief, lag am Einsatz vieler Beteiligter: Acht Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 10 unterstützten die Organisation, Lehrkräfte und Alumni bildeten die Jury, der Abiturjahrgang sorgte für das Catering, und Na Vy Lisa (Jahrgangsstufe 10) begleitete den Nachmittag musikalisch am Klavier. Organisator Mirko Krämer zeigte sich entsprechend zufrieden: Die erste Landesqualifikation am FEG sei zwar mit besonderer Aufregung verbunden gewesen, insgesamt habe aber alles hervorragend funktioniert – dank des Engagements vieler Beteiligter.


