Große Freude am Friedrich-Ebert-Gymnasium. Der DS Kurs Wahlunterricht Jg. 10 wurde für das Hessische Schultheatertreffen 2026 nominiert und darf vom 18. bis 20. Juni 2026 am Schultheatertreffen auf Schloss Hallenburg in Schlitz teilnehmen. Damit gehört die Gruppe zu einer der sechs ausgewählten Schultheaterproduktionen aus ganz Hessen. 

Das Hessische Schultheatertreffen ist eines der wichtigsten Festivals für Schultheater im Land. Es bietet jungen Menschen die Möglichkeit, ihre Arbeit vor Publikum und Fachjury zu zeigen, sich mit anderen Gruppen auszutauschen und an Theaterworkshops teilzunehmen. Die Auswahl für dieses Treffen gilt als besondere Anerkennung für künstlerische Qualität, Engagement und Kreativität. 

Die Einladung zum Festival ist eine große Ehre und ein Zeichen für die lebendige Theaterarbeit am Friedrich-Ebert-Gymnasium. Die Schülerinnen und Schüler haben mit viel Leidenschaft, Teamgeist und Ausdauer an ihrem Stück gearbeitet und freuen sich nun, ihre Inszenierung einem größeren Publikum präsentieren zu können. 

Das Ensemble zeigt beim Festival das Stück „#Rotkäppchen", in dem es um eine zeitgenössische Interpretation des Märchens Rotkäppchen geht. Die bekannte Geschichte wird dabei in die Lebenswelt heutiger Jugendlicher übertragen. 

Rotkäppchen ist ein Mädchen in unserem Alter, das viel Zeit in sozialen Medien verbringt. Dort sucht sie Anerkennung, Aufmerksamkeit und Kontakt. Während ihre Mutter im Alltagsstress kaum Zeit für sie findet und die Großmutter mit der digitalen Welt überfordert ist, entfernt sich Rotkäppchen immer mehr von ihrer Familie und der realen Welt. In einem Chat begegnet sie dem „Wolf" – charmant, aufmerksam und scheinbar verständnisvoll. Er gibt Rotkäppchen genau die Bestätigung, nach der sie sucht. Doch hinter der digitalen Fassade verbirgt sich eine Gefahr. 

Das Stück zeigt, wie schnell Nähe im Netz entstehen kann und wie leicht man sich dabei im „Wald" der sozialen Medien verlieren kann. Erst als die Situation bedrohlich wird, erkennt Rotkäppchen die Konsequenzen ihrer Einsamkeit und schafft den Weg zurück in die Realität. 

Die Inszenierung verbindet postdramatische Spielszenen mit Tanz- und BewegungstheaterProjektionen auf einer Leinwand erweitern die Bühne um digitale Räume wie Chats und Social-Media-Feeds. So entsteht eine theatrale Auseinandersetzung mit einem Thema, das viele Jugendliche unmittelbar betrifft: der Balance zwischen digitaler und realer Welt. geht.