Ein ganz besonderes kulturelles Highlight durften unsere Schülerinnen und Schüler in dieser Woche erleben: Heinrich von Kleists berühmtes Lustspiel „Der zerbrochne Krug“ wurde am Montag (2.3.26) von THEATERmobileSPIELE auf der mitgebrachte Bühne in unserem Musiksaal aufgeführt – und sorgte für begeisterte Reaktionen im Publikum. Besonders drei Punkte überzeugten unsere Zuschauer und Zuschauerinnen aus der Q2 und Q4.
Ein Bühnenbild voller Überraschungen
Das beim Betreten des Musiksaales noch langweilig anmutende Bühnenbild entpuppte sich schnell zu einem beeindruckenden Allrounder: Hinter einem Ordnergestell verbargen sich Requisiten, Figuren tauchten unvermittelt auf, und immer wieder eröffnete sich durch geschicktes Spiel mit dem Raum eine neue Perspektive auf das Geschehen. Simple Gegenstände wurden verschieden kombiniert und sorgten so für Abwechslung. Ein roter Faden zog sich am Ende durch das Bühnenbild, der als Spurensicherung im Kriminalfall gelesen werden konnte – zugleich aber auch als Sinnbild für das sich immer weiter verstrickende Netz aus Lügen. Dieses ungewöhnliche Setting verlieh dem klassischen Drama eine frische, moderne Note, ohne den ursprünglichen Charakter des Werkes zu verfälschen.
Zwei Schauspieler – acht Figuren
Lediglich zwei Darsteller übernahmen die Rollen von acht unterschiedlichen Figuren. Mit Unterstützung von vier Puppengestellen, minimalen Kostümveränderungen, präziser Körpersprache und nuanciertem Stimmeinsatz gelang es ihnen mühelos, zwischen den Charakteren zu wechseln. Das Publikum konnte jederzeit folgen und bewunderte die enorme Wandlungsfähigkeit der Schauspieler.
Timing ist alles
Besonders faszinierend war dabei das Zusammenspiel mit einem parallel ablaufenden Film, mit dem live auf der Bühne interagiert wurde. Die präzise Abstimmung zwischen Filmsequenzen und Schauspiel verlieh der Aufführung eine zusätzliche Dynamik und zeigte ein bemerkenswertes Maß an Professionalität.
Alles in allem
sorgte für Diskussion, dass die Inszenierung mit Kleists Originalsprache arbeitet. Den einen gefiel das, die anderen kritisierten es. Trotz der altertümlichen Ausdrucksweise war das Stück dank der anschaulichen Darstellung und des lebendigen Spiels aber für alle hervorragend verständlich. Dass das Stück textnah umgesetzt wurde, gefiel wiederum allen, da es so sehr gut dazu diente, das abiturrelevante Werk Kleists wieder in Erinnerung zu rufen.
Ein herzlicher Dank
gilt unserem Förderverein, der diese Aufführung großzügig bezuschusst und damit erst ermöglicht hat. Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Engagement für das kulturelle Leben an unserer Schule!
Diese Theaterinszenierung hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und aktuell klassische Literatur sein kann – ein unvergessliches Erlebnis für unsere Schulgemeinschaft.

